Eröffnungsrede von Sadija Klepo

3. Münchner Balkantage 2009
13. – 15. November09 und 12. Dezember 09
 
Sehr geehrter Herr EU-Abgeordneter Posselt,
sehr geehrter Herr Ministerialrat Hinterdobler,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gäste
 
im Namen der Veranstalter der Münchner Balkantage, dem Südost Institut und dem Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.“ ,
darf ich Sie recht herzlich begrüßen.
Ich begrüße besonders noch:
Herrn Bischof Nemet und andere Gäste aus Serbien, Frau Dr. Stiehl von der Regierung von Oberbayern, Simo Esic und alle anderen Autoren aus Bosnien, Kroatien, Holland und München, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Presse, und nicht zuletzt begrüße ich unsere Gäste aus Albanien und unsere jungen Gäste aus Gorazde/Bosnien und Herzegowina.
 
Von heute bis zum Sonntag finden dieses Jahr in München zum dritten Mal die Balkantage statt, eine Veranstaltung, die nicht zuletzt durch Ihre Unterstützung möglich ist.
Jedes Jahr ziehen die Balkantage mehr Besucher an und zeigen auf der einen Seite die kulturelle Vielfalt des Balkanraumes auf, signalisieren auf der anderen Seite jedoch die gelungene Integration der unterschiedlichen Völker aus den alten und neuen Ländern Südosteuropas hier in Bayern und in München.
 
Dabei wird aber auch ein Blick auf die bayerische Landeshauptstadt geworfen. Denn München hat sich innerhalb kurzer Zeit von einer religiös christlich-katholisch geprägten Stadt zu einem Raum unterschiedlicher Religionen und religiöser Gruppierungen gewandelt. Aber nicht nur die Ebene der Wissenschaft oder Politik sind vertreten, sondern auch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen – und zwar nicht nur mit den allseits bekannten Folkloretönen werden geboten. Im Bereich Film kann man außerdem bestaunen, wie gut Kinofilme sein können, die sich mit dem Balkan auseinandersetzten. Eine interessante Ergänzung ist auch der "Marktplatz", ein Balkan-Basar, bei dem sich verschiedene Vereine und Aussteller präsentieren.
 
Mehr noch – wie bereits in den vergangenen Jahren begegnen sich bei den Münchner Balkantagen zum dritten Male Wissenschaft und Kultur. Dies geschieht durch die Zusammenarbeit zweier unterschiedlicher, aber sich ergänzender Institutionen, dem Südost-Institut als Einrichtung der wissenschaftlichen Erforschung Südosteuropas und dem humanitären Verein "Hilfe von Mensch zu Mensch“, als Organisation für Flüchtlinge und Migranten in München, die seiner Zeit durch die mutigen bosnischen Flüchtlinge, überwiegend Frauen, gegründet wurde.
 
Durch unsere, inzwischen  traditionelle Veranstaltung Münchner Balkantage wollen wir uns auch bei den Menschen bedanken, die unseren Verein, eine authentische Migrationsselbstorganisation, gegründet und aufgebaut haben.
 
Heute ist unser Verein mittelgroßes gemeinnütziges Unternehmen, in dem vor allem junge Leute aus mehr als 20 Staaten weltweit zusammenarbeiten.
 
Ich bedanke mich auf dieser Stelle bei allen, die bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung mitgeholfen haben, und das waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins.
 
Einen Schatten auf unserer Veranstaltung wirft das Visaregime der Deutschen Botschaft in Sarajewo. Trotz höchster Intervention von namhaften Persönlichkeiten mussten 8 junge Teilnehmer aus der Enklave Gorazde daheim bleiben, weil ihnen ein Besuchsvisum verweigert wurde. Diese Verletzung des Grundrechts auf Freizügigkeit kann in einem demokratischen Europa nicht länger geduldet werden.
 
In den folgenden Tagen werden wir viele schöne Seiten unserer Länder in Südosteuropa sehen: Vielfalt der Kulturen und Religionen, Kulinarisches Können und Handarbeit, Musik und Tanz, Vorträge und Vorlesungen, wunderschöne und lustige, aber auch nachdenklich machende Filme bei unserem Balkanfilmtag.
 
Lassen Sie sich vom balkanesisch rauen Charme mitreisen und genießen Sie
die Tage mit allen Sinnen.
 
Ich bitte nun unseren lieben Gast Herrn Bernd Posselt seine Begrüßungsworte zu sprechen.
 

 
 
 
© Verein Hilfe von Mensch zu Mensch