Ehrenmitgliedschaft für Sadija Klepo

Zusammenstellung der Leistungen und Aktivitäten der Gründerin und langjährigen Vorsitzenden des Vereins Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. Frau Sadija Klepo
 
Das Leben von Sadija Klepo in Deutschland ist eng verbunden mit der Geschichte des Vereins. Eine Ehrung von Sadija Klepo ist deshalb gleichzeitig ein Nachzeichnen von 15 Jahre Vereinsgeschichte. Damit erfüllt die Wahl von Sadija Klepo zur Ehrenvorsitzenden auch einen Gang durch die wesentlichen Momente von 15 Jahren Hilfe von Mensch zu Mensch. Das sind die wichtigsten Stationen:
 
Zur Person
 
Sadija Klepo wurde 1954 in Jablanica in Bosnien-Herzegowina geboren. Sie besuchte das Gymnasium in Sarajewo und in Konjic und absolvierte ein Studium in Journalistik in Sarajewo, das sie als Diplomjournalistin abschloss.
Frau Klepo arbeitete als Journalistin und war bis zum Krieg  im Parlament von Bosnien-Herzegowina für die Oppositionsparteien.
Im Sommer 1992 kam Frau Klepo als Flüchtling nach Deutschland, nachdem sie zuvor ihre drei Kinder nach Deutschland schicken konnte.
 
Vereinsgründerin und
Helferin für die bosnischen Flüchtlinge
 
Schon wenige Wochen nach ihrer Ankunft in Deutschland hat Frau Klepo auf  beispielhafte Weise ihre ganze Kraft daran gesetzt, das Schicksal ihrer bosnischen Landsleute in der Bundesrepublik und in der vom Krieg heimgesuchten Heimat zu lindern. Sie hat als Flüchtling selbst die Initiative ergriffen und Hilfsaktionen gestartet, aus denen schließlich der gemeinnützige Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.“ hervorging.
Bundesweite Aktivitäten und Information über den Krieg auf dem Balkan und über die Not der Menschen in Bosnien
 
In dem kleinen Ort Windeck im Landkreis Siegburg bei Bonn entstand eine Zentrale für bundesweite Aktivitäten.
In vielen Spendenaktionen und durch ungezählte Vorträge in Schulen und karitativen Vereinigungen hat Sadija Klepo von Kiel bis Rosenheim und von Aachen bis Berlin die Menschen in Deutschland über das Schicksal der bosnischen Flüchtlinge und die Schrecken des Krieges in ihrer Heimat informiert und ihre Vereinsinitiative bekannt gemacht. Aus allen Teilen Deutschlands kamen Hilfsgüter und Spenden für Bosnien, die Frau Klepo selbst in vielen abenteuerlichen Fahrten mit Konvois zu Orten gebracht hat, wo Hilfe bitter notwendig war, so zum Beispiel in die abgeschnittene Enklave Gorazde.
 
Beraterin für Flüchtlinge und Ansprechpartnerin für Behörden
 
 
Durch ihren Mut und ihre Unerschrockenheit, aber auch durch ihr unparteiisches Helfen hat sie viele gefährliche Situationen gemeistert und die Achtung und Anerkennung vieler Menschen erworben, was ihr später bei der Rückführung von Flüchtlingen zu Gute kam. Sie legte dabei immer Wert auf die Kooperation mit Behörden und amtlichen Stellen in der Bundesrepublik und in ihrer Heimat, um dadurch den Ablauf und den Erfolg ihrer Aktivitäten zu sichern. Für viele Ausländerbehörden war Frau Klepo Auskunftsstelle und Ansprechpartner in allen Fragen der Flüchtlingsrückkehr und der Information für die Situation der  Flüchtlinge allgemein.
 
 
Sprecherin der Koalition für Rückkehr in Deutschland und Verfechterin einer „humanen“ Rückkehr
 
Sie hat die Vereinigungen und Initiativen der Bosnier in der Bundesrepublik zusammengeführt und in der Koalition für Rückkehr Deutschland, deren Sprecherin sie wurde, ein Netzwerk für die Zusammenarbeit ihrer Landsleute geschaffen. Das Ziel war die Unterstützung der freiwilligen Rückkehr für alle, die in Bosnien-Herzegowina die Chance für einen Neuanfang hatten. Mit Hilfe von ehrenamtlichen Mitarbeitern in wichtigen Zentren der Bundesrepublik organisierte sie in den Jahren 1997 und 1998 über 200 Rückkehrtransporte, durch die der Hausrat und wichtige Güter zur Existenzgründung von mehr als 1000 Familien nach Bosnien-Herzegowina zurückgebracht wurden.
 
EU-Projekt zur Rückführung sozial benachteiligter Familien
 
Im Jahre 1999 wurde Sadija Klepo Projektleiterin eines mit über einer Million Euro dotierten bundesweiten EU-Projektes zur Rückführung sozial benachteiligter Familien nach Bosnien-Herzegowina, durch das mehr als hundert meist allein erziehenden Frauen mit Kindern die Rückkehr und ein Neuanfang in ihrer Heimat ermöglicht wurde.
 
Hilfe für Flüchtlinge aus dem Kosovo
 
 
Im gleichen Jahr startete Frau Klepo eine Unterstützungsaktion für Flüchtlinge aus dem Kosovo, die in Albanien und Montenegro in Lagern lebten. Sie war eine der ersten, die Lkws mit Hilfsgütern nach Tropoja in Albanien und Rozaje in Montenegro brachte. Sie machte dadurch deutlich, dass Hilfe für die Menschen nicht an ihrer ethnischen Zugehörigkeit, sondern einzig und allein an der Bedürftigkeit  der Betroffenen gemessen werden darf. Die Hilfstransporte wurden ergänzt durch ein Projekt zur freiwilligen Rückkehr von Kosovoflüchtlingen in ihre Heimat, das im Jahre 2001 seinen Abschluss fand.
 
 
Übersiedlung nach München
und Übernahme der Beratungsstelle für Flüchtlinge, Asylbewerber und Aussiedler
 
Das Jahr 2000 brachte eine wichtige Zäsur im Leben von Frau Klepo und in der Geschichte des Vereins: Sadija  Klepo übersiedelte nach München und der Vereinssitz wurde nach München verlegt.
Sie übernahm selbst die seit 1998 in München eingerichtete Beratungsstelle für Flüchtlinge, Asylbewerber und Aussiedler in der Schwanthalerstraße 40. Damit verlagerte sich auch der Schwerpunkt ihrer Arbeit von der Rückkehrberatung zur Hilfe für die in München lebenden Menschen aus dem Balkanraum.
 
 
Gründung von Schulpartnerschaften mit Münchner Schulen
 
Das besondere Interesse von Frau Klepo liegt in ihrer Sorge für die junge Generation. Es liegt ihr am Herzen, dass junge Menschen eine bessere Zukunft haben und ihre Person entfalten können. Denn nur dadurch kann auch unsere Gesellschaft besser werden.  So entstand bereits 1998 aus ihrem Kontakt zu der kleinen Schule Ilovaca im Kanton Gorazdeeine Schulpartnerschaft mit der Münchner Hauptschule an der Reichenaustraße, die schon zu mehreren Begegnungen von Lehrern und Schülerngeführt hat. Eine weitere Schulpartnerschaft vermittelte sie 2002 zwischen der Schule in Nadalj in der Nähe von Novi Sad in der Vojvodina und der Schule an der Fürstenrieder Straße in München. Dazu traten Hilfen für andere Schulen im serbischen Teil von Bosnien, in der Herzegowina und in Montenegro. Immer gelang es Frau Klepo Lehrer und Schüler von Münchner Schulen davon zu überzeugen, dass sie mit großem Engagement den Bedürftigen in den Balkanländern halfen.
 
Projekt zur Integration und Kooperation von Flüchtlingen aus dem Balkanraum
 
Ein neuer Höhepunkt der Arbeit von Sadija Klepo war im Jahre 2001 und 2002 ein Projekt zur Integration und Kooperation von Flüchtlingen aus dem Balkanraum, das durch den europäischen Flüchtlingsfond gefördert und auch durch die Stelle für Interkulturelle Zusammenarbeit der Landeshauptstadt München unterstützt wurde. Dieses Projekt war modellhaft für die Integration von Menschen aus dem Balkanraum, weil es über alle ethnischen Unterschiede hinweg junge und ältere Menschen zusammenführte, sie bei der Wohnungssuche und Berufsfindung unterstützte und vor allem durch die sprachliche Förderung vielen Menschen eine neue Perspektive in Deutschland eröffnete.
Dieses Projekt war zumindest in vierfacher Hinsicht beispielhaft und richtungsweisend:
 
Redakteurin der wöchentlichen Sendung „Blickpunkt Balkan“ bei Radio Lora München
 
Es wurde von vornherein begleitet durch die Einbindung des Münchner Bürgerradios „Radio Lora“, wo Sadija Klepo seit 2001 wöchentlich die multiethnische und mehrsprachige Sendung „Blickpunkt Balkan“ als verantwortliche Redakteurin ehrenamtlich leitet und moderiert. Die Sorgen und Nöte der Betroffenen wurden während des ganzen Projektes über das Medium Radio deutlich gemacht und nach Lösungen gesucht.
 
Entstehung eines Jugendclubs „Youth United“
 
Ein zweiter Schwerpunkt des Projektes war auf Initiative von Sadija Klepo die Zusammenführung von jungen Menschen, gleich welcher Herkunft und ethnischer Zugehörigkeit. Ein Erfolg dieser Arbeit war das Entstehen eines Jugendclubs, der sich nach dem Willen der Jugendlichen „Youth United“ nannte und bis heute fortbesteht und eigene Aktivitäten entwickelt.
Multiethnische Zeitschrift „Perspektive“
 
Die dritte Besonderheit dieses Projekts war die Herausgabe einer mehrsprachigen Zeitschrift mit dem Titel „Perspektive“, in dem die Schwerpunkte des Projektes dargestellt wurden, sich aber auch die einzelnen ethnischen Gruppen von den Kroaten, Serben, Bosnier und Mazedonier bis hin zu den Flüchtlingen aus dem Kosovo wieder finden konnten.
 
Kooperation der ethnischen Gruppen aus dem ehemaligen Jugoslawien beim 10jährigen Jubiläum des Vereins
 
Die vierte Besonderheit zeigt sich in dem Verständnis, das Sadija Klepo von Integration von Ausländern hat: eine erfolgreiche Integration setzt ein gesichertes Selbstverständnis der eigenen Herkunft und Identität voraus. Unter dieser Devise gelang es Sadija Klepo in diesem Projekt die verschiedenen ethnischen Gruppen der Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien in München zusammen zu führen und Strukturen für eine Kooperation der Menschen zu schaffen, die beispielhaft ist. Dass dieses Unterfangen gelang, bewies eine große kulturelle Veranstaltung zum 10jährigen Bestehen ihres Vereins Im November 2002, bei dem Kulturgruppen und Kulturschaffende aus allen ethnischen Gruppierungen zusammenwirkten.
 
Interkulturelle Arbeit im Rahmen des Projekts „Schule mal anders – Eltern lernen Deutsch“
 
Ganztagesbetreuung
 
 
Betreuung der „Tagesklassen“ an der Städtischen Orientierungsstufe
 
Aus dem Integrationsprojekt heraus entwickelte Sadija Klepo weitere Projekte, die die interkulturelle Arbeit des Vereins bereicherten: Kurse zur sprachlichen Integration von ausländischen Eltern im Rahmen des vom Schulreferat geförderten Projektes „Schule mal anders – Eltern lernen Deutsch“ an drei Grund- und Hauptschulen in München sowie die Übernahme der Ganztagesbetreuung an zwei Hauptschulen in München im Schuljahr 2003/2004, in denen der Ausländeranteil sehr hoch ist.
Aus den Erfahrungen dieser Arbeit konnte im Schuljahr 2004/2005 der Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.“ die Betreuung der in der Städtischen Schulartunabhängigen Orientierungsstufe in Neuperlach eingerichteten drei „Tagesklassen“ als eine besondere Form der Ganztagsbetreuung übernehmen. Dabei zeichnen die Tutoren des Vereins an vier Tagen der Woche verantwortlich für die Essensversorgung, die Freizeitgestaltung und die Hausaufgabenbetreuung der Schülerinnen und Schüler, bevor diese weitere zwei Einheiten Regelunterricht haben. Im folgenden Schuljahr 2005/06 kamen zwei weitere Klassen hinzu.
Projekt zur Sprachförderung und sozialen Integration unbegleiteter Minderjähriger
 
Im Jahre 2003 startete Sadija Klepo eine neue Initiative, die sie zusammen mit dem Jugendamt sorgfältig vorbereitet hatte: Ein Projekt zur Sprachförderung und sozialen Integration von unbegleiteten Minderjährigen. Dabei handelt es sich vor allem um Jugendliche, die abgesehen von den traumatischen Erlebnissen ihrer Kindheit eine lange Serie von Misserfolgen und Ausgrenzungen hinter sich haben. Nach einer Pilotphase erhielt dieses Projekt die Anerkennung durch das Bundesjugendministerium und wurde aus dem „entimon-Programm“ gegen Gewalt und Rassismus gefördert. Wieder arbeitete Frau Klepo innovativ und mit großem Engagement, so dass der Großteil der Jugendlichen schon nach kurzer Zeit in die Regelschule oder in andere weiterführende Berufsbildungsmaßnahmen überführt werden konnten.
„Schrei der Kinderseele“ – Kunsttherapie für traumatisierte Jugendliche
Ein besonderer Höhepunkt dieses Projektes war die Kunsttherapie, bei der die Jugendlichen unter der Anleitung eines afghanischen Künstlers zu Schaffung von Zeichnungen und Malereien angeregt wurden, die in mehreren Ausstellungen in München, Nürnberg, Berlin und Stuttgart große Anerkennung und Bewunderung fanden. Der Katalog „Schrei der Kinderseele“ fasst die Ergebnisse dieses erfolgreichen Projektes zusammen.
 
Pädagogischer Jugendtreff in der „Gelben Villa“ in der Sachsenstraße und Jugendtreff „Komm“ in der Hochäckerstraße
 
Im Rahmen des „entimon-Projektes“ etablierte Sadija Klepo eine Maßnahme zur pädagogisch geleiteten Freizeitgestaltung, Hausaufgabenbetreuung und Selbsterfahrung von Kindern und Jugendlichen, die in der „Gelben Villa“ in der Sachsenstraße für knapp zwei Jahre ihre Heimat fand. Leider mussten die Jugendlichen im Frühjahr 2004 diese ideale Jugendstätte wegen Eigenbedarfs des Abfallwirtschaftsbetriebs wieder verlassen. Sie fanden eine neue Heimstätte im Jugendtreff „Komm“ in der Hochäckerstraße, wo die erfolgreiche Arbeit weitergeführt wird und bis zum heutigen Tage Kinderbetreuungsmaßnahmen und andere Projekte stattfinden.
 
Projekt „KOMM“ – Hilfen für gefährdete Kinder und Jugendliche – für drei Jahre gefördert durch „Aktion Mensch“ und Stadtjugendamt
 
Seit November 2004 gelang es Frau Klepo ein neues, von der Aktion Mensch für drei Jahre gefördertes Projekt für gefährdete Kinder und Jugendliche mit Migrantenhinder-grund und aus sozial schwachen Familien einzurichten. Teil des Projektes ist die Vermittlung von fehlenden Deutsch-kenntnissen als Voraussetzung für Schulabschluss und Berufsfindung. Der formale Unterrichtsteil findet statt als schulergänzende Maßnahme in der Hauptschule an der Ichostraße. Zentrum für den kulturellen und sozialintegra-tiven Teil ist der Jugendtreff an der Hochäckerstraße.
 
 
Programm für Frauen aus sozialen Brennpunkten
 
Organisation von Frauenkursen mit ausländischen Frauen
 
Eine „flankierende“ Maßnahme war ein aus dem LOS – Programm gefördertes Selbsterfahrungs- und Berufs-findungsprojekt für Frauen, bei dem die Betroffenen durch eine Reihe von Reportagen bei dem Münchener Bürgerradio „Radio Lora“ die Möglichkeit der Selbstdar-stellung ihrer Probleme und Aktivitäten hatten. Dies war eine Vorbereitung für die Durchführung von Frauenkursen, die gefördert durch den DPWV laufend stattfinden.
 
Internationale Jugendbegegnungen in Kooperation mit dem Jugendclub „Youth United“
 
Ein weiterer Schwerpunkt waren 2005 die bereits im Herbst 2004 geplanten Jugendbegegnungen mit dem slowenischen Jugendclub „Kazipot“, die auf Begegnungen in Velenje/Slowenien und in Novi Sad und Subotica im Herbst 2004  zurückgehen und denen im April 2005 eine Begegnungsmaßnahme von Jugendlichen aus Velenje in München folgte, wobei u.a. Treffen an der Universität München und mit dem St. Anna-Gymnasium stattfanden. Alle diese Aktivitäten wurden umgesetzt von den im Jugendclub Youth United organisierten Schülern und Studenten, für die Frau Klepo immer Ansprechpartner und Ratgeber ist.
 
Vorstandsmitglied in der Vereinigung der bosnischen Vereine in der deutschen Diaspora
 
Seit Dezember 2004 ist Frau Klepo Mitglied im Vorstand der Vereinigung der bosnischen Vereine in der Bundesrepublik und tritt für eine aktive Rolle der bosnischen Diaspora zur Herstellung von wirtschaftlichen und kulturellen Kontakten und Austauschprogrammen zwischen Deutschland und ihrer Heimat Bosnien-Herze-gowina ein.
Dass dies in einem größeren europäischen Zusammen- hang zu sehen ist, machte sie deutlich bei einem Kongress des Balkan-Friedensclubs, der im Dezember 2004 in Skopje stattfand und an dem Frau Klepo als Delegierte teilnahm.
 
 
Ausscheiden aus dem
engeren Vorstand des Vereins Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. ,
aber weitere Arbeit als ehrenamtliche
Geschäftsführerin und Projektleiterin
 
Im Jahre 2006 übergab Frau Klepo den Vorsitz des Vereins an ihren Landsmann Elez Mustafic, bleibt aber als ehrenamtliche Geschäftsführerin und Projektleiterin weiterhin voll engagiert für das Wachsen und weitere Wirken des von ihr gegründeten Vereins. Damit hat sie ein Zeichen gesetzt, dass die von ihr initiierte Arbeit inzwischen von neuen engagierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen weiter getragen wird. Sie bleibt tätig als gefragte Beraterin für Veranstaltungen zum Thema Flüchtlinge, Integration oder Fragen der Balkanländer, seien es nun der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, der Bayerische Jugendring, die Katholische Akademie in Bayern oder Schulen und Vereinigungen.  
Integrationskurse und Kurse "Eltern lernen Deutsch"
 
Seit 2006 haben sich neue Schwerpunkte gebildet in der verstärkten Durchführung von Integrationskursen und in Kursen "Eltern lernen Deutsch" in einer wachsenden Zahl von Münchner Grund- und Hauptschulen.
 
"Zirkusprojekt" in Bosnien-Herzegowina
 
 
Seit Herbst 2006 ist durch ihre Initiative ein neues Projekt in Bosnien-Herzegowina entstanden, bei dem drei junge Frauen aus Deutschland mit Kindern und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten und aus den verschiedenen ethnischen Gruppierungen in mehreren Orten Bosnien – Herzegowinas artistische Aktivitäten wie Einradfahren, Jonglieren, Körperpyramiden, etc. die Kinder zu gemeinsamem Tun zusammenbringen und gleichzeitig ältere Jugendliche in diesen Aktivitäten trainieren, damit sie die Arbeit einmal fortsetzen können.
 
Münchner Balkantage als zentrale Veranstaltung zum 15 jährigen Bestehen des Vereins
 
Für das 15jährige Bestehen des Vereins hat Sadija Klepo ein besonderes Projekt vorbereitet: Die Münchner Balkantage 2007. Gemeinsam mit dem Südost-Institut sollte diese Veranstaltung die Nachbarschaft zwischen Deutschen und den Ländern des westlichen Balkan thematisieren und besonders auch für die in München lebenden Menschen aus dem Balkan eine Möglichkeit der Begegnung und Selbstdarstellung sein. Die ersten Münchner Balkantage wurden zu einem großen Erfolg und bestätigten die Weitsicht von Frau Klepo.
 
Sadija Klepo als Ehrenvorsitzende des Vereins Hilfe von Mensch zu Mensch
 
Die Mitgliederversammlung des Vereins Hilfe von Mensch zu Mensch ernannte in ihrer Versammlung vom 13. Oktober 2007 Frau Sadija Klepo einstimmig zur Ehrenvorsitzenden.
 
 
Zusammenfassung
 
Motor und „spiritus rector“ für all diese Maßnahmen und Aktivitäten ist Sadija Klepo, die mit ihrer Tatkraft, ihrem unbestechlichen Intellekt, ihrer  Überzeugung von der Notwendigkeit dieser alle nationalen und sozialen Grenzen überschreitenden Arbeit und ihrem unbeugsamen Mut als Ausländerin in Deutschland Maßstäbe gesetzt hat, die Bewunderung und Anerkennung bedürfen.
Sadija Klepo hat bei allen programmatischen und zukunftsweisenden Aktivitäten ihres Vereins, die sie entwickelt und in die Wirklichkeit umgesetzt hat, niemals vergessen, was die realen Probleme der Menschen sind, denen sie Tag für Tag als Beraterin für Flüchtlinge und Asylsuchende begegnet, und mit denen Deutsche und Migranten in gleicher Weise konfrontiert sind. Dieser Bezug zur Wirklichkeit der Ausländer und ihrer deutschen Mitbürger in München und Deutschland zeichnet sie aus und ist das Geheimnis ihres Erfolges.
 
München/Rosenheim/Troisdorf
Im Oktober 2004/ ergänzt 2005 und Oktober 2007
 
gez.                                            gez.                                             gez.
Helga Büttner                             Franz Schneider                         Hannelore Brenner
 
© Verein Hilfe von Mensch zu Mensch