Kommentar zur Polizeireform in Bosnien-Herzegowina Sendung Blickpunkt Balkan am 22.04.2008

von Sadija Klepo

Das Repräsentantenhaus des Parlaments von Bosnien-Herzegowina hat am 10. April und das Volkshaus des bosnischen Parlaments am 16. April auf die Schnelle zwei wichtige Gesetze zur Polizeireform in dem kleinen Staat im Herzen des Balkans verabschiedet. Dadurch hat Bosnien-Herzegowina die Voraussetzungen geschaffen, um als vorletzter Balkanstaat (vor Serbien)  den Stabilisierung - und Assoziierungspakt mit der EU zu unterschreiben.

Der Hohe Repräsentant des Halbprotektorats Bosnien-Herzegowina, der Slowake Miroslav Lajcak, zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung im Land, für deren Stabilität und Annäherung an Europa er vor ca. einem Jahr die Verantwortung übernommen hat. Zufrieden zeigte sich auch die slowenische Botschafterin in Bosnien-Herzegowina, Natascha Vodusek. Sie löste jedoch in Bosnien-Herzegowina große Empörung aus, als sie in einem Pressegespräch sagte, dass die Republika Srpska ein konstruktiver Faktor auf dem Weg Bosnien-Herzegowinas zur EU und zur Nato sei. Dies ist umso erstaunlicher vor dem Hintergrund, dass das Haager Tribunal die Republika Srpska des Genozids für schuldig befunden hatte.

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