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Benefizkonzert für Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. zum 25-jährigen Jubiläum

Benefizkonzert für Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. zum 25-jährigen Jubiläum

Frenetischer Beifall für die Neue Philharmonie München

Münchener Bürgerinnen und Bürger übernehmen Patenschaften und ermöglichen Flüchtlingen den Konzertbesuch

München, 2. Oktober 2017

Musik verbindet Menschen und Nationen: Das stellten die jungen Musiker der Neuen Philharmonie München beim gestrigen Benefizkonzert (Sonntag, 1. Oktober) im Herkulessaal der Residenz eindrucksvoll unter Beweis. Gut 600 Gäste waren der Einladung der Flüchtlingsinitiative Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. (HVMZM) gefolgt, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Unter den Gästen waren rund 300 Flüchtlinge, die Sprachkurse und Qualifizierungsmaßnahmen von HVMZM besuchen. Der Konzertbesuch wurde ihnen über ein Patenschaftsmodell ermöglicht, bei denen Münchener Bürgerinnen und Bürger das Sponsoring für die Eintrittskarten übernahmen. Das Projekt stand unter der Schirmherrschaft der bayerischen Sozialministerin Emilia Müller.

„Nach dem Spracherwerb ist es für Flüchtlinge sehr wichtig, dass sie auch unsere Kultur kennenlernen“, erklärte Sadija Klepo, Vereinsgründerin und Geschäftsführerin von HVMZM, die Idee für das Benefizkonzert. „Dabei ist die Musik eine universelle Sprache, die nicht nur Verständigung schafft, sondern auch hilft, Traumata zu überwinden“, so Klepo weiter. 

Mit der Neuen Philharmonie München hatte HVMZM den idealen Partner zur Realisierung dieser Idee gefunden, wirken hier doch die begabtesten Musikstudenten aus derzeit 16 Nationen zusammen. Auch das aktuelle Programm mit Werken von Glinka, Rachmaninov und Korsakov passte hervorragend zum Benefizkonzert, denn die Werke der russischen Musiker schaffen eine einzigartige Verbindung zwischen künstlerischer Identität, nationalen Volksweisen und europäischer Orchestrierung. Dabei war Korsakows „Scheherazade“ insbesondere für die Zuhörer aus dem persischen und arabischen Kulturraum ein besonderes Hörerlebnis, bei dem die Märchen ihrer Kindheit in der ihnen bis dato unbekannten Musik zu wunderbaren Erinnerungen wurden. 

Dirigent Fuad Ibrahimov, der neben der Neuen Philharmonie München auch das Staatliche Sinfonieorchester Aserbaidschan und das Baku Chamber Orchestra leitet, und die jungen Nachwuchsmusiker zogen das Publikum mit einer leidenschaftlichen Performance in ihren Bann. Bereits vor der Pause gab es frenetischen Beifall für Rachmaninovs Klavierkonzert Nr. 2 in C-Moll, so dass Pianist Murad Adigezalzade, ebenfalls aus Aserbaidschan, noch etliche Zugaben spielte. Am Ende des Konzerts durften sich Dirigent und Musiker über Standing Ovations und einen tosenden Applaus freuen, der ansonsten wohl nur Popstars zu Teil wird. Die Integrationsidee des Benefizkonzerts, dass Münchener Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Flüchtlingen ein Kulturerlebnis teilen und dabei Kulturbrücken bauen, hätte nicht besser aufgehen können. 

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