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Helferkreise 2018 – Potential für sozialen Zusammenhalt in unseren Kommunen

Helferkreise 2018 – Potential für sozialen Zusammenhalt in unseren Kommunen

Neue Perspektiven in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe

am Freitag, 04. Mai 2018, 13.00 bis 16.45 Uhr
Pfarrheim Miesbach, Kolpingstraße 22, 83714 Miesbach

Die Einladung des sozio-integrativen Vereins Hilfe von Mensch zu Mensch e.V., der die Asyl- und Migrationsberatung im Auftrag des Landkreises Miesbach übernommen hat und Ihrer Vorsitzeden Sadija Klepo, nahmen etwa 80 Teilnehmer – hauptsächlich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe,  engagierte Landkreisbürger aber auch einige Besucher aus anderen Landkreisen - gerne wahr.

Alles hat seine Zeit: Zeiten der unermüdlichen Integrationsarbeit – Zeit des gemeinsamen Feierns für Helfer und die jungen ambitionierten Menschen auf ihrem Weg zur Integration in ihrer neuen Heimat. Dieser Tag sollte dazu dienen, die errungenen Erfolge zu feiern, miteinander in Austausch zu kommen, neue politische Direktiven, die sich auf Bundes- und vor allem auf Landesebene abzeichnen - zu erörtern. Nicht zuletzt aber auch, um die zahlreihen gelungenen und Mut machenden Beispiele der Integration – vorgetragen durch junge Migranten und Asylbewerber und ihrer Helfer vorzustellen.  

Der lebendige Austausch wurde gewährleistet durch die engagierten und beherzten Beiträge der Referenten Max Niedermeier, Integrationsbeauftragter des Landkreises Miesbach und Bernhard Rieger, Leiter des Arbeitskreises Helferkreises Asyl in Oberbayern und Mitglied des Bayerischen Integrationsrats, die die aktuell mangelnde Akzeptanz der nicht hoch genug einzuschätzenden Arbeit der professionell und ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Tätigen durch die Politik einforderten. So konnte der Landkreis Miesbach - so der örtliche Integrationsbeauftragte, Max Niedermeier - bis zu ca. fünf Millionen Mehrausgaben durch das ehrenamtliche Engagement vor Ort einsparen. 

Auch die gelungene Einlage von Heike Harms, die in Form eines Poetry Slams, das lyrisch die körperlichen Auswirkungen des Helfer-Syndroms wie „offene Ohren, viel Bauchgefühl, und …..“ genauer beschrieb, begeisterte ob der trefflichen Beschreibung das Publikum. 

Unter der Moderation von Neven Klepo, Gesamtkoordination der Flüchtlings- und Integrationsberatung für Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen und Eddy Biyogho Flüchtlings- und Intetionsberater im Landkreis Miesbach mit eigener Migrationskarriere, wurden von allen Rednern die enormen Potentiale der Helferkreise für den sozialen Zusammenhalt in Ihrer Kommune lobend hervorgehoben.

Viele gemeinsame Erfolgsgeschichten der Geflüchteten und ihrer Helfer sind an Tagen wie diesen aufzuführen und sollten eigentlich Mut machen zu mehr Offenheit und Toleranz. Die persönliche  Bereicherung durch dieses Ehrenamt – die Freude an der Arbeit mit jungen, offenen Menschen war von nahezu allen Ehrenamtlichen gleichermaßen beschrieben.

Neben den zahlreichen aufgezeigten Erfolgen wurden aber auch die zukünftigen Herausfor­derungen der Asylarbeit für Haupt- und Ehrenamtliche – wie verstärkte Rückkehrberatung, Aufzeigen der Hilfen im Herkunftsland, Begleitung am Arbeitsmarkt, ehrenamtliche Ausbildungs­begleitung, angesprochen. Alle Teilnehmer zeigten sich gespannt, wie nach dem Wechsel in der n bayerischen Landesregierung – der Änderung der Zuständigkeit des bayerischen Staatsministeriums vom Sozialministerium zum Innenministerium sich die zukünftige Flüchtlings- und Migrationsarbeit gestalten wird.

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