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Flüchtlinge dürfen arbeiten!




Mitte August wurde in Starnberg demonstriert. Die Flüchtlinge haben friedlich für eine Arbeitserlaubnis gekämpft. Sie hatten es satt, den ganzen Tag nichts zu tun.
Die Demonstration trägt kleine Früchte und unser Gesamtkoordinator, Neven Klepo, sei ganz zufrieden und freut sich natürlich über die kleinen Erfolge.

Im Gespräch mit der SZ teilte Klepo mit, dass die Behörde ihre als restriktiv kritisierte Haltung dahingehend geändert habe, als sie jetzt nicht mehr generell die Vorlage eines Passes von Arbeitswilligen fordere. Jetzt reiche auch ein afghanischer Personalausweise(Tazkira). Man könnte diesen sogar nachreichen.
Das heißt etliche Flüchtlinge konnten sich jetzt über Arbeitsgenehmigungen freuen. 
Zum Beispiel Eshan Hai Dari. Er ist 19 Jahre alt und kommt aus Afghanistan. Der junge Mann hatte zu der Demo all seine Unterlagen mitgebracht, Schul- und Sprachzeugnisse. Auch einen Ausbildungsvertrag konnte er vorweisen. Er möchte Koch werden und konnte die Lehrstelle in München jetzt antreten. 

Richtig geändert wurde die Haltung von der Kreisbehörde leider nicht. Ausländeramtschefin Bettina Richter möchte nicht den Eindruck erwecken, dass eine Demo genügt um eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. "Das wäre ein falsches Signal", sagt sie. "Aber natürlich nehmen wir die Anliegen, die uns da vorgetragen wurden, ernst." Wie auch immer man es auslegen mag: "Das Landratsamt ist einfach umgänglicher geworden", sagt Klepo.

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