Brücke zwischen den Welten

Brücke zwischen den Welten

Ein Projekt unseres Vereins vom 15. Januar bis 23. April 2013, in Kooperation mit Radio LORA München auf 92.4, gefördert durch die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung.

Jugendliche aus Afghanistan, dem Irak, Somalia und Vietnam kreierten mit großem Engagement und Spaß in einem professionellen Studio ein musikalisches Hörspiel, in dem sie ihre Erlebnisse und Erfahrungen in der Heimat und Deutschland einbrachten. Am 23. April 2013 wurde es von „LORA München“ live gesendet.

Thema des Projekts „Brücke zwischen den Welten“ war die Frage, was Heimat und Deutschland trennt oder verbindet: „Ist das, was ich vermisse, tatsächlich etwas, was ich in meiner Heimat zurückgelassen habe, oder doch etwas, was ich mitgenommen habe, was in mir schlummert, mich begleitet, ich aber noch nicht entdecken konnte?“

Zwischen Vergangenheit (Heimat) und Gegenwart und Zukunft (Aufnahmeland) sollte eine Brücke gebaut sowie traumatisierende Erfahrungen von Flucht und Gewalt musikalisch verarbeitet werden.
Musikalische Vorkenntnisse spielten dabei keine Rolle. Im Vordergrund standen das Interesse und die Freude am Entwickeln einer musikalischen Reise und die Bereitschaft, ganz persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen einzubringen

In Gesprächen und Interviews erarbeiteten die zwölf Jugendlichen zunächst zusammen mit einem Musikpädagogen und einem Autor die Geschichte, die sie wiedergeben wollten. Gleichzeitig sammelten sie Ideen für deren musikalische Untermalung.

Dabei handelt es sich nicht um eine klassisch strukturierte und dargestellte Erzählung, sondern eher um eine Collage, eine Aneinanderreihung spontaner Einfälle, die die Züge eines Brainstormings annimmt. Das Ganze soll von der Atmosphäre, der Stimmung leben. Daher wurden einzelne Wörter, Sätze und Melodien aus den jeweiligen Muttersprachen und Kulturen der Jugendlichen eingeflochten, um ihre Wurzeln und frühere Heimat spürbarer zu machen. Typische Geräusche aus Deutschland verschmelzen im Laufe des Hörspiels mit denen aus dem Heimatland.

Mit verschiedenen Aufnahmemethoden, Instrumenten und Stimmen fingen die Jugendlichen in Gruppenarbeit, Atmosphäre und Szenen ihres Alltags ein.

Im Studio von Radio „LORA München“ wurde das musikalische Hörspiel schließlich mithilfe eines Tontechnikers aufgenommen und geschnitten.

Hierbei gewannen die Jugendlichen Einblick in die Radiotechnik, erfuhren, wie mit Musikinstrumenten und Ton-Equipment gearbeitet wird, wie eine Radiosendung funktioniert bzw. ein Hörspiel produziert wird.

Videos

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