Fortbildung zum interkulturellen Botschafter

„Interkulturelle Kommunikation“ ist ein Begriff, den viele nur aus dem betriebswirtschaftlichen Kontext kennen. Dass aber Menschen, die aufgrund von Flucht den Spagat zwischen den Lebenswelten der „alten“ und „neuen“ Heimat erfolgreich hinbekommen müssen, oder Menschen in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit Tag für Tag unterschiedliche Werte leben und bereits anderen vermitteln, wird oftmals übersehen. Chancen und Möglichkeiten bleiben ungenutzt.

Hier setzte unsere kostenlose Weiterbildung „Sprungbrett zum/r interkulturellen Botschafter/in“ an: In sechs unterschiedlichen Themenblöcken erhielten insgesamt 20 Teilnehmer (Menschen mit Migrationshintergrund und ehrenamtliche Helfer) von erfahrenen Dozenten Instrumente, mit denen sie zum Beispiel in Konflikten aufgrund unterschiedlicher Herkunft vermitteln oder Vorurteile auf beiden Seiten abbauen können. Anhand von Fallbeispielen wurden Lösungen entwickelt. Die Teilnehmer entwickelten in Gruppen Projektarbeiten, die anschließend allen zur Verfügung gestellt wurden.

Jeder Teilnehmer erhielt vom Kreisbildungswerk ein Zertifikat zum/r interkulturellen Botschafter/in und bekommt so ein optimales Sprungbrett, Ideen und Ansätze aus der Fortbildung selbstständig als Multiplikator nach außen zu tragen und wiederum anderen zu vermitteln. Dieses Zertifikat kann auch beruflich neue Möglichkeiten eröffnen.

Die Lernmodule fanden an sechs Wochenenden (zu je 8 Stunden) im Dezember in Bad Tölz statt. Das Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Bericht der Süddeutschen Zeitung Bericht im Merkur Flyer