Für Flüchtlinge und Migranten – Minijob als Fahrradkurier

Die Stadt kennenlernen, in Kontakt mit Menschen kommen und gleichzeitig Geld verdienen – das alles kann man bei einer Arbeit als Fahrradkurier verbinden. Nazmije Hajdini von der Migrationsberatung München hat nun eine Kooperationsvereinbarung mit der Lieferfirma Foodora getroffen, die Minijobs auf 450-Euro-Basis anbietet.

Foodora ist ein Lieferservice für Essen der gehobenen Küche, den es in acht Ländern und in 17 Städten in Deutschland gibt. In München sind 200 Fahrradkuriere für die Firma unterwegs, holen Gerichte bei den rund 200 Restaurants ab und liefern sie an die Kunden. Und es sollen mehr werden.

Gesucht werden Mitarbeiter primär für das Wochenende (Samstag bis 23.15 Uhr, Sonntag bis 22.45 Uhr) und abends, wobei Fahrten am Sonntag Pflicht sind, weil an diesem Tag die meisten Bestellungen eingehen. Die restliche Arbeitszeit kann, was Zeit und Dauer betrifft, flexibel gewählt werden. Die Schichten sind zwischen 1½ und 6 Stunden lang, der früheste Arbeitsbeginn ist um 11.30 Uhr. Mindestens 10 bis 20 Stunden wöchentlich sollten dafür eingeplant werden. 
Die Arbeitskleidung, also Jacken, Überziehhosen, Helme und Handschuhe, sowie Rucksack und Box werden gestellt. Fahrräder können notfalls ausgeliehen werden.

Minijobber erhalten pro Stunde 9 Euro, wer ein Leihfahrrad benutzt 8,50 Euro. Trinkgelder kommen dazu.
Voraussetzungen für diese Tätigkeit sind ein Mindestalter von 18 Jahren, die Anerkennung als Flüchtling, eine Arbeitserlaubnis und der Besitz eines Smartphones (da die Kommunikation über eine App läuft). Gute Englisch- oder Deutschkenntnisse auf A2/B1-Niveau sollte man mitbringen. Schließlich muss man Schwierigkeiten wie „Die Suppe ist ausgelaufen“ oder „Ich darf nicht klingeln, weil das Kind schläft“ dem Kundendienst mitteilen oder auf die Frage „Wo bist du?“ antworten können. Dieser kümmert sich dann um alle Probleme.