Landkreis Starnberg: Neue Wege in der Integrationsberatung

München, 18. Januar 2018

Landkreis Starnberg: Neue Wege in der Integrationsberatung

Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. verlegt seine Beratungsstellen im Rahmen der neuen Beratungs- und Integrationsrichtlinie vom 01.01.2018 in Beratungszentren um

Starnberg – Die Flüchtlings- und Integrationsberatung des Trägers Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. bietet ihre Unterstützung ab 01.02.2018 in zentralen Büros im Landkreis an. Grund für die Änderung ist die neue Beratungs- und Integrationsrichtlinie (kurz: BIR) des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Während bislang Beratungsgespräche direkt in den 14 betreuten Unterkünften von den Asylsozialberatern angeboten wurden, werden die Berater nun vorerst an vier Knotenpunkten im Landkreis anzutreffen sein.

Am 16.11.2017 verkündete das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration die neue „Richtlinie für die Förderung der sozialen Beratung, Betreuung und Integration vom Menschen mit Migrationshintergrund“. Diese sieht eine Reduzierung der Flüchtlings- und Migrationsberaterstellen vor.

„Im Rahmen der neuen Richtlinie des Sozialministeriums sehen wir zum einen Chancen, die Integrationsarbeit zu beschleunigen, da wir nicht mehr ausschließlich über die Betreuung von Geflüchteten reden, sondern über die fachliche Unterstützung aller neuangekommenen Menschen mit Migrationshintergrund. Jedoch werden für diesen wichtigen Auftrag weniger Fördergelder zur Verfügung gestellt, wodurch Beratungsstellen abgebaut werden müssen. Unser Team macht sich deswegen Sorgen, weil im Landkreis Starnberg in den letzten Jahren nicht nur Geflüchtete, sondern auch Migranten, die ebenfalls unsere Unterstützung und Beratung benötigen, gekommen sind“ erklärt Sadija Klepo, Geschäftsführerin des Vereins Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.

Die Richtlinie sieht unter anderem eine Zusammenlegung der bislang voneinander getrennten Säulen der Asylsozialberatung und Migrationsberatung in die sogenannte Flüchtlings- und Integrationsberatung vor. Gleichlaufend werden weniger Mittel für diese Beratung zur Verfügung gestellt so dass Stellen von den Trägern abgebaut werden müssen, während die Arbeitslast zunimmt. Nach der neuen Beratungs- und Integrationsrichtlinie werden ab Ende 2018 lediglich 6,7 Flüchtlings- und Integrationsberater im Landkreis teilfinanziert. Dies bedeutet, der Träger – in diesem Fall Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. – muss einen erheblichen Beitrag aus Eigenmitteln finanzieren.

Der Verein hat sich demnach dazu entschieden, ab Februar 2018 ein zentrales Beratungsmodell im Landkreis Starnberg umzusetzen. Es ist geplant, von Büros in Starnberg (Petersbrunnerstraße 3c), Gauting (Ammerseestr. 108), Herrsching (Goethestraße 6a) und Weßling (Argelsrieder Straße 110) aus die Bewohner der Unterkünfte aus nahegelegenen Gemeinden zu beraten. Dadurch wird gewährleistet, dass keiner der Geflüchteten eine Fahrzeit von über 35 Minuten – in den meisten Fällen deutlich weniger – mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf sich nehmen muss, um eine Beratungsstelle aufzusuchen.

Derzeit wohnen in den 14 betreuten Unterkünften etwa 1300 Geflüchtete.

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