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Interkultureller Projekttag mit Flüchtlingen

Sich auf fremd erscheinende Denkweisen einzulassen, eigene gesellschaftlich-kulturelle Standpunkte zu hinterfragen sowie diesbezüglich neue Anregungen zu erhalten und diese zu teilen, das war bei einem der fünf Social Days der Schinzler Stiftung 2018 unter Mitwirkung von „Hilfe von Mensch zu Mensch“ im Museum „Fünf Kontinente“ möglich. Die Anregung zum interkulturellen Austausch zog sich wie ein roter Faden durch das von Moderatorin und Projektleiterin Karin Berner vom Museum „Fünf Kontinente“ ausgearbeitete Tagesprogramm, bei dem Teilnehmer/innen aus Deutschland, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Ägypten, Nigeria, Syrien und Rumänien vertreten waren. 


Bei einem Kennlern-Workshop äußerten die Teilnehmer ihre Einstellungen, u.a. zu Fragen wie „Was bedeutet Heimat für mich?“. Im Anschluss gab die bosnische Kuratorin Dzamna Krpo mit einer kurzen Führung durch die Museumsammlung mit Exponaten zu allen fünf Kontinenten den Impuls zu einem interkulturellen Dialog.


Ein kreativer T-Shirt-Druck-Workshop mit dem Non-Profit-Integrationsprojekt „Peace of Paper“ (www.peaceofpaper-workshop.de) folgte. Die Begutachtung der gewählten Motive sowie der fertigen T-Shirts schaffte eine weitere Grundlage für angeregte Gespräche. Im „Märchen-Zimmer“ des Museums ging es dann nicht darum, Märchen zu erzählen, sondern im Plenum zu erklären, welche jeweiligen Berufe die Teilnehmer ausüben und welche Aufgaben sie erfüllen. Dass es diese klassische Vorstellungsrunde erst zu einem relativ späten Zeitpunkt gab, war von Karin Berner bewusst gewählt worden. Die erste Begegnung der Menschen sollte sich nicht auf Herkunft und soziale Stellung beziehen, sondern auf Einstellungen, Positionen und die jeweilige Persönlichkeit. Und dies ist auch vollauf gelungen: die Beschreibung der beruflichen Tätigkeit rundete nur mehr das Bild ab, das man in den Workshop-Teilen zuvor von den anderen Teilnehmern gewonnen hatte. 

Zum Abschluss des Tages traten John Awofde Olugbenga und Stefan Lanius mit ihrer musikalischen interkulturellen Performance „Jo Wá - Zusammen? Leben!“ auf. In dem Stück stellten die beiden Künstler Fabeln aus der Antike der Kultur Nigerias gegenüber und fragten: wo können wir uns ergänzen und voneinander lernen? Ein Stück, das zum Ausklang des Social Days noch einmal intensiv zu Reflexion und Diskussion anregte. 


Im Rahmen der „Balkantage“ des Vereins „Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.“ wird die Performance am 18. März 2019 um 10 Uhr in der Stadtbibliothek Hasenbergl, Blodigstraße 4, München, nochmals aufgeführt.


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