Abgeschlossene Projekte

2014
bis
2015

Nächtliche Betreuung minderjähriger Flüchtlinge

Krieg. Verfolgung. Flucht. Viele Flüchtlinge haben Schlimmes durchlitten – und gerade die Minderjährigen haben es nicht leicht, ein solches Trauma zu verarbeiten. Oft zeigen sich solche Traumata erst in der Nacht, wenn die Jugendlichen zur Ruhe kommen. Finanziert vom Stadtjugendamt München stellte unser Verein daher im Zeitraum von Anfang 2014 bis Ende 2015 das Projekt „Nächtliche Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“ auf die Beine, das den Jugendlichen in Erstaufnahmestellen nachts die bestmögliche Unterstützung zukommen ließ. 

Waren es zunächst noch bis zu sieben Dependancen kleineren Formats, in welchen der Verein die nächtliche Betreuung organisierte, so betreute er gegen Ende des Jahres 2015 mit deutlich höherem Personalaufwand vier große Dependancen. Aufgrund des erhöhten Arbeitsanfalls stellte er stetig neue Mitarbeiter ein, so dass schließlich aus sechs fest angestellten Mitarbeitern bis zum Jahresende 2015 zehn wurden und aus 40 Honorarkräften 60. Viele Betreuer waren selbst ehemalige Flüchtlinge und verstanden die Jugendlichen und ihre Probleme daher wie kein anderer.

Neben der Arbeit als Nachtbetreuer wurden die Teammitglieder des Projektes immer öfter auch zur Betreuung von suizidgefährdeten minderjährigen Flüchtlingen in anderen Dependancen angefordert, halfen ehrenamtlich bei Hilfskonvois, betreuten den vereinseigenen Weihnachtsstand und halfen bei großen Events unseres Vereins wie den Balkantagen oder dem Sommerfest. 

Da die Projektfinanzierung durch das Stadtjugendamt München eingestellt wurde, lief das Projekt Ende 2015 aus. 

„Wir alle sind β-Zellen“ – Spendenaufruf im Rahmen des Diabetesmonats November

Laut Kinderarzt und Diabetologen Dr. Mujic gibt es in Bosnien und Herzegowina 1.500 registrierte Kinder und Jugendliche Diabetiker Typ 1. Diese bekommen leider nicht mehr ausreichende Mengen Insulin, da die Regierung des Landes sie vor kurzem beschränkt hat. Der Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.“ und die Diabetikervereinigung Bosnien-Herzegowinas starten deshalb einen dringenden Spendenaufruf, um so viele Kinder und Jugendliche wie möglich mit Insulin und dem für das Spritzen des Stoffes benötigten Material zu versorgen.

November ist internationaler Diabetesmonat. Doch an Diabetes erkrankte Kinder kennen nur solche Monate!

Das offizielle Zeichen für Diabetes Typ 1 ist der blaue Kreis.

Was ist Diabetes Typ 1?

Hinter Diabetes mellitus Typ 1 steht eine Autoimmunerkrankung: Dabei greift die körpereigene Immunabwehr die insulinproduzierenden β-Zellen in der Bauchspeicheldrüse an und zerstört sie. Es entsteht ein absoluter Insulinmangel, der zu einer Unterversorgung der Körperzellen mit dem Energielieferanten Glucose (Zucker) führt. Menschen mit Diabetes Typ 1 müssen daher ihr Leben lang regelmäßig das Hormon Insulin spritzen, um ihren erhöhten Blutzuckerspiegel zu senken. 

Bei gesunden Personen sind die β-Zellen für die Insulinproduktion zuständig. Diabetikern fehlen diese wichtigen Zellen, was allen, die sich mit Diabetes Typ 1 Diabetes auskennen, schmerzlich bewusst ist. Unser Spendenaufruf verwandelt uns daher alle in symbolische β-Zellen, die den Betroffenen ein Weiterleben ermöglichen. Daher der Name unserer Aktion „Wir sind alle β-Zellen“.

Wir freuen uns sehr über zwei Arten der Unterstützung:

  • Geldspenden: für Insulin- und Glukagonspritzen – wir dürfen diese aus medizinischen und rechtlichen Gründen nicht direkt annehmen.
  • Verbrauchsmaterial-Spenden, insbesondere:
    • Lanzettenhalter und Lanzetten
    • Testgeräte und Teststreifen
    • Penns
    • Tupfer
    • Desinfektionspray
    • Traubenzucker
    • Jubin Gel
    • Dexstro liquid Gel

Bitte überweisen Sie die Spende auf das Konto des Vereins „Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.“ oder bringen Sie das Verbrauchsmaterial ins die Geschäftsstelle des Vereins in der Landsberger Str. 402 in München.

Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.

Hypovereinsbank München

IBAN: DE70 7002 0270 0000 0868 60

SWIFT/BIC-Code: HYVEDEMMXXX

Sport für Flüchtlingskinder

Dank einer Spende der Dirk Nowitzki-Stiftung kann unser Verein gemeinsam mit dem Basketballverein Hellenen München e.V. Flüchtlingskindern und Jugendlichen ein Jahr lang eine sportliche Heimat bieten.

Beim Projekt „Der goldene Basketball“ geht es um mehr als um den Spaß am Basketballspiel. Der Sport hilft, Teamfähigkeit, Toleranz, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein zu erlernen, zu leben und weiterzugeben. Das Gemeinschaftsgefühl der Kinder wird gestärkt, die Kommunikation auf Deutsch spielerisch erlernt und ein reger Austausch zwischen den ausländischen und deutschen Kindern und Jugendlichen gefördert.

Vor allem in der ersten Zeit ihrer Ankunft soll das Basketball-Projekt den Flüchtlingskindern helfen, sich durch die sportliche Betätigung an die neue Heimat mitsamt ihren neuen Strukturen zu gewöhnen und soziale Kompetenzen zu vertiefen.

2012
bis
2015

Frühe Chancen – Sprache im Kleinkindalter fördern

Das Projekt „Frühe Chancen“ begann 2012 im Rahmen des Bundesprogramms „Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“, das sich auf die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen konzentriert. Der Fokus dieser Initiative liegt auf Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf und strukturell benachteiligten, ländlichen Räumen mit einem mangelnden frühkindlichen Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsangebot. Da die Sonnila-Krippen unseres Vereins alle Voraussetzungen für eine Schwerpunkt-Kita erfüllen, war die Teilnahme an der Bundesinitiative ein voller Erfolg: Der Verein erhielt somit Mittel für eine zusätzliche Fachkraft, die ausschließlich Angebote zur Sprachförderung realisierte. Außerdem konnte das bestehende pädagogische Personal im Bereich der kindlichen Sprachentwicklung geschult und gefördert werden. Die Förderung des Projektes hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt.

Das Projekt lief zum Ende 2015 aus. Am 13.11.2015 fand an der Städtischen Fachakademie für Sozialpädagogik in München eine Abschlussveranstaltung statt. Zu diesem Anlass gab es einen inhaltlichen Beitrag des Deutschen Jugendinstituts (DJI) von Mechthild Leier und Katrin Pischetsrieder. Dabei wurde der fachliche Ansatz vorgestellt und die ersten Evaluationsergebnisse des Projekts präsentiert. Danach wurden alle Kitas, die am Projekt teilgenommen haben, mit einer Urkunde geehrt, die Sprachförderkräfte bekamen eine Anerkennungskunde. Einige Einrichtungen haben ihre Arbeit exemplarisch durch Präsentationen vorgestellt.

2016

Tanz- und Musikprojekt – Musikalische Reise als Brücke in eine bessere Zukunft

Junge unbegleitete Flüchtlinge unseres K.O.M.M. mit! Projekts hatten ebenso wie Schülerinnen aus dem Culture Clouds Projekt (ein Ganztagsbildungsprojekt von Spielen in der Stadt e.V.) mit der Balthasar-Neumann-Realschule das freiwillige Angebot bekommen, an einem Tanz-und Musikprojekt teilzunehmen. 

Als inspirierender, thematischer Ausgangspunkt des Projekts stand die Frage, ob es Zufall ist, dass die einen in sicherer Umgebung aufgewachsen sind, während die anderen unter lebensgefährlichen Bedingungen ihre Heimat verlassen mussten?

Seit April 2016 trafen sich die Schüler und Schülerinnen im Alter von 14 bis 17 Jahren regelmäßig unter künstlerischer Anleitung erfahrener Musik- und Tanzpädagogen (Dorothee Janssen und Erich Mayer mit Unterstützung von Christina Hinze) zum Kennenlernen und für erste Begegnungen mit Tanz und Musik in den Räumlichkeiten des Kindermuseums München. 

Im Rahmen des Rampenlichter Festivals arbeiteten sie im Juli 2016 im Kreativquartier zehn Tage lang als Artists in Residence intensiv zusammen und feilten unter professioneller Anleitung an ihrer gemeinsamen Tanz-und Musikperformance mit dem Titel „mehrmenschenmeermenschen“. Sie waren hierfür aus ihrem Regelunterricht befreit.

Dabei kamen sie in Kontakt mit ca. 400 weiteren jungen KünstlerInnen und hatten im Anschluss die große Chance, sich und ihr Stück am 29. Juli 2016 auf der Bühne vor Publikum zu präsentieren. Ein großer Erfolg!

Das Projekt fand in Kooperation mit Spielen in der Stadt e.V. und der Städtischen Balthasar-Neumann-Realschule statt und wurde  von Fonds Soziokultur und „Rampenlichter – Unerhört unterstützend“ gefördert. 

Für die Finanzierung zusätzlicher Aufführungen des Stücks in Flüchtlingsunterkünften werden noch Unterstützer gesucht!