Abgeschlossene Projekte

Humanitäre Aktionen

Als Hilfsorganisation für Flüchtlinge und Migranten unterstützten wir neben all unseren Einrichtungen und längerfristigen Projekten im Einzelfall auch:

  • Rücktransporte von Haushaltsgütern zurückkehrender Flüchtlinge
  • Einrichtungen in Krisenregionen
  • Hilfe bei Naturkatastrophen
  • Individuelle Hilfe für Einzelpersonen
  • Lokale Spendensammlungen

Der Rücktransport von Gütern, die Flüchtlinge während ihres Aufenthalts in Deutschland erworben haben und in ihre Heimat überführen möchten, ist eine große Herausforderung, da sich Rückkehrer in der Regel nicht nur um die Logistik ihres Umzugs kümmern, sondern für ihr Hab und Gut auch Zoll und Gebühren zahlen müssen. Für Rückkehrer stellen wir uns daher mit unserem Knowhow und Netzwerk als Ansprechpartner zu Verfügung, aber übernehmen zum Teil auch die konkrete Organisation der Rücktransporte. So war der Transport von Hausrat und Einrichtung für zurückkehrende Flüchtlinge nach Bosnien-Herzegowina, in den Kosovo und in andere Balkanländer Ende der Neunziger Jahre eine einzigartige humanitäre Aktion des Vereins. Zum einen konnten bessere finanzielle Bedingungen geschaffen und zum anderen die Logistik der Rücktransporte in die oftmals zerstörten und ausgeraubten Häuser und Wohnungen erleichtert werden.

Um den Rückkehrern, aber auch den Zurückgebliebenen die Situation in Krisengebieten zu erleichtern, unterstützt Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. aber auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Vereine. So können die Menschen vor Ort den erfolgreichen Betrieb ihrer Bildungsstätten aufrechterhalten oder gar neu aufnehmen. Auch kurzfristige Hilfe leistet die Hilfsorganisation in Krisengebieten, und zwar in besonderen Situationen wie zum Beispiel bei der Flutkatastrophe im Jahre 2014 in den Balkanländern, wo weite Teile des Landes unter Wasser standen und viele Menschen alles verloren. Im Balkan ist die Hilfe des Vereins besonders effektiv, weil Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die geografischen und sozialen Verhältnisse der betroffenen Gebiete überdurchschnittlich gut kennen und dadurch wissen, wo und wie geholfen werden muss.

Aber auch individuelle Hilfen für Familien und Einzelpersonen, die in einer besonderen Notlage sind und vor allem Krankheitsfälle betreffen, unterstützt die Hilfsorganisation in Einzelfällen. Die Betroffenen werden an geeignete Einrichtungen vermittelt oder durch einen Spendenaufruf unterstützt. Wichtig ist dem Verein die Unterstützung von lokalen Spendensammlungen für Flüchtlinge. Beispielhaft sind Spendensammlungen des Helferkreises in der Fasanerie in München. Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. übernimmt hierbei zum Teil die logistische Umsetzung, damit die gesammelten Güter wie Kleidung, Hausrat und Spielzeug die Flüchtlinge erreichen. Die Hilfsorganisation initiiert und organisiert humanitäre Aktionen daher einerseits selbst, aber unterstützt auch engagierte Persönlichkeiten und Helferkreise in ihren Aktionen, so dass entsprechende Ressourcen optimal genutzt werden und das Netzwerk an Unterstützer-Kreisen des Vereins seit mehr als 20 Jahren stetig wächst.

2014

Hilfe für die Flutopfer auf dem Balkan

Bei der Flutkatastrophe im Jahre 2014 in den Balkanländern standen weite Teile des Landes unter Wasser und viele Menschen verloren alles. Gemeinsam mit weiteren Organisationen wie der Koch-Ebersperger-Stiftung und der Avangarda BiH sammelte unser Verein Spenden und sorgte dafür, dass sie zu den Menschen vor Ort kamen. Ein Überblick über Aktionen und Medienberichte:

Juni 2016: Die Abendzeitung und der Münchner Wochenanzeiger berichten über den Transport von Hilfsgütern ins Katastrophengebiet. Am 29. Mai 2014 wurde ein 40 Tonnen fassender Lastwagen voll mit Hilfsgütern auf den Weg geschickt. Die Sammlung der Koch-Ebersperger-Stiftung, von Avangarda BiH und unseres Vereins fand  mit dem Beladen dieses Schwerlasters mit Hilfsgütern im Beisein des Bundestagsabgeordneten Florian Post einen vorläufigen Abschluss. Der LKW machte sich noch am Abend des 29. Mai 2014 auf den Weg. Die Ladung: 800 individuell bepackte Kartons mit Hilfsgütern für Familien mit und ohne Kinder sowie Alleinstehende, 4.500 Liter Wasser, Decken, Matratzen und vieles mehr. Die Aktion wird bis zum 13. Juli fortgesetzt.

Viele fleißige Hände freiwilliger Helfer nahmen in der letzten Woche die zahlreichen Sachspenden von Bürgern aus München und den umliegenden Städten entgegen, sortierten sie in der großen Lagerhalle nach Nahrungsmitteln und Wasser, Desinfektions- und Hygienartikeln, Spielzeug, Decken, Bettwäsche, Handtüchern und packten sie in Kisten für die Flutopfer. Zeitweise waren 20 bis 25 Freiwillige in der Halle und halfen. Einschließlich des Schwerlasters, der sich gestern auf den Weg gemacht hat, sind damit zu diesem Zeitpunkt fünf LKWs mit Hilfsgütern nach Bosnien und Serbien gefahren.  

Eine Foto-Ausstellung zeigte Eindrücke von der Hilfsaktion für die Flutopfer auf dem Balkan

Nymphenburg – Die Koch-Ebersperger-Stiftung, unser Verein, Avangarda BiH und die „Villa Flora“ sammeln seit dem 22. Mai Hilfsgüter für die Opfer der größten Flutkatastrophe auf dem Balkan seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Transporte mit Hilfsgütern sind nach Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien gefahren und haben den Menschen unmittelbar, direkt und gezielt Hilfe gebracht. Eine Fotoausstellung im Kulturpavillon am Romanplatz vom 3. bis 10. Juli 2014 dokumentierte das Ausmaß der Katastrophe und wie die Münchner Organisationen, die sich spontan zusammengeschlossen haben, den Menschen helfen.

Wir kennen keine Grenzen

Ein gemeinsames Projekt von Musikern aus Tirol und unserem Verein: Die aus Sarajewo stammende Musiklehrerin Dina Krilic ist Mitinitiatorin einer gemeinsamen Spendenaktion für die Opfer der Flutkatastrophe auf dem Balkan.

2015

Fahrradwerkstatt

Unter der Trägerschaft unseres Vereins startete im Mai 2015 das Projekt „Fahrradwerkstatt mit und für Flüchtlinge“. Denn radelnd die Gegend erkunden, kürzere Wege mit dem Rad zurücklegen oder einfach mal unbeschwert die Nase in den frischen Wind halten: das ist für viele Flüchtlinge nicht möglich. Sie besitzen in der Regel kein eigenes Fahrrad. Dabei ist es nicht nur für ihre Lebensqualität wichtig, sondern auch, um ihre neue Heimat besser kennenzulernen.

Aus diesem Grund wurde in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kultur und Umwelt (ZUK) in Benediktbeuern das Projekt „Fahrradwerkstatt mit und für Flüchtlinge“ ins Leben gerufen – und zwar auf dem Gelände des ZUK. Flüchtlinge erhielten hier gegen einen kleinen Unkostenbeitrag von 10€ ein hochwertiges, robustes Mountainbike. Dieses wurde vor Ort in gemeinsamer Arbeit für die Nutzung hergerichtet. Die Teilnehmer erhielten so ein Rad und lernten darüber hinaus einfache Arbeiten am Rad selbst vorzunehmen.

Neue Heimat in Deutschland

„So lebe ich hier“ – die Idee des Projekts:

Unser Verein und die Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München haben gemeinsam das Projekt: „Heimat“ gestaltet. Zehn Jugendliche aus Afghanistan, Sierra Leone, Irak und Somalia haben daran teilgenommen.

Mit dem Projekt „Heimat“ konnten wir jungen Flüchtlingen erstmals ermöglichen, durch eigene aktive Mitarbeit ihren Angehörigen einen Eindruck ihres Lebens in Deutschland zu vermitteln. So konnten sie eine Verbindung zu ihrer Herkunft herstellen. Durch den Austausch konnten die Jugendlichen sowohl die positiven als auch die negativen Erfahrungen fern der Heimat herausstellen. Die neue Verbindung mit ihren Angehörigen und Freunden wirkte unterstützend und reduzierte das Gefühl der Isolation in der neuen Heimat. Dieser Austausch förderte außerdem die Kommunikationsfähigkeiten der Jugendlichen und das Bewusstsein zum vorsichtigen und bedachten Umgang mit Medien wie Film und Internet.

Das gesamte Material wurde von den Jugendlichen selbst zusammengestellt. Dies war nur durch die professionelle und engagierte Betreuung der Studenten der HFF möglich. Viele positive und langfristige Ergebnisse haben sich aus dieser Zeit ergeben.