Wie komplex ein Asylverfahren ist?

Wie komplex ein Asylverfahren ist?

Die "Aufenthaltsgestattung" ist in einigen Bundesländern an einen bestimmten Ort gebunden, den die Behörden festlegen (Residenzpflicht) und mit bestimmten Rechten und Pflichten verknüpft. Wer Asyl beantragt, wird dann zu einer gesetzlich vorgeschriebenen Anhörung (dem „großen“ Interview“) geladen, zu welcher der Bewerber – von einigen Ausnahmen abgesehen - persönlich erscheinen muss. Dieses Interview, bei dem ein Entscheider des Bundesamtes sowie ein Dolmetscher zugegen sind, ist für den Asylsuchenden sehr wichtig, da es neben zusätzlichen Ermittlungen, die das BAMF nach Bedarf veranlasst, für die Entscheidung ausschlaggebend ist, ob Asyl gewährt wird oder nicht. In der Anhörung muss der Asylbewerber seine Verfolgung schildern. Er muss erklären, warum er verfolgt wird, Tatsachen über seine Verfolgung nennen und, wenn möglich, Beweismaterial vorlegen. Nach der Anhörung heißt es dann für ihn „warten“ – warten darauf, ob Asyl gewährt oder eine Ausweisung/Abschiebung erfolgt.

(Quellen: www.bamf.de und Hilfe von Mensch zu Mensch e.V., Stand 11.08.2015)

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